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Schweriner Schloss

Fröhliche, anregende Tage — genussreich durch das Zusammensein so vieler von den Geschäften des Werktages aufatmender Fachgenossen, lehrreich durch die Fülle des in SchwerinLübeck und Hamburg Gesehenen und Erlebten — sie liegen hinter uns. — In angenehmer Erinnerung werden sie für lange Zeit allen denen stehen, welche an dem Ausfluge des Berliner Architekten-Vereins als Reisende sich beteiligt hatten, und hoffentlich werden auch die Fachgenossen der Städte, welche die Gäste bei sich begrüßten, sie nicht als verlorene ansehen!

Es kann der Zweck dieser Zeilen nicht sein aus persönlichen Erlebnissen einer verhältnismäßig doch nur kleinen Zahl von Fachgenossen Kapital zu schlagen und über den speziellen Verlauf der Reise mit der Treue eines gewissenhaften Chronisten zu berichten. — Noch weniger fühlt sich der Verfasser im Stande bei dem gewaltigen Umfange dessen, was uns des künstlerisch und technisch Interessanten geboten wurde, aus seinen doch nur flüchtigen Eindrücken ein Bild zu gestalten, das auf objektiven Wert Anspruch machen könnte. Aber doch will er auf den Versuch nicht verzichten in wenigen Zügen eine Erinnerung an jene Reisetage festzuhalten, deren Zweck es vor Allem sein soll, den Wert und die Bedeutung derartiger Ausflüge abermals und abermals zu predigen und dazu anzuregen, dass dieselben eine ausgedehntere Beachtung und Nachahmung finden möchten, als es bisher noch immer der Fall ist. —

 Die Beteiligung an der Reise Seitens der Mitglieder des Architektenvereins war, wie schon erwähnt, eine ziemlich mäßige. Nur 33 derselben hatten die kleine Arbeitseinstellung gewagt und auch von ihnen kehrten 5 vor Ablauf des Endtermins zurück, um die Arbeit sofort unter den alten Bedingungen wieder aufzunehmen. Dagegen hatten sich in Folge der öffentlichen Ankündigungen nicht allein mehrere dem Vereine nicht angehörige Fachgenossen, darunter Mitglieder des Sächsischen und Hannoverschen Ingenieur- und Architekten-Vereins, sondern auch eine ganze Anzahl auswärtiger Vereinsgenossen, die bis aus Schlesien und Hessen herbeigeeilt waren, angeschlossen, so dass die Reisegesellschaft, obwohl in ihrem Bestände wechselnd, doch dauernd auf einer Höhe von 40 bis 50 Teilnehmern sich erhielt. Zu einer Repräsentation des großen Berliner Architektenvereins freilich eine etwas geringe, für die praktischen Anordnungen und die genaue Erfüllung des Reiseprogramms eine desto bequemere Zahl.

Blick vom Marktplatz auf den Schweriner DomAls erstes Ziel des Ausflugs war die Hauptstadt des Mecklenburgischen Landes, Schwerin, gewählt worden, dessen Name in architektonischen Kreisen seit Durchführung des Schlossbaues überall einen guten Klang gewonnen hat, das aber in seiner isolierten Lage, seitab der großen Verkehrsstrasse, in Wirklichkeit leider nur viel zu wenig bekannt und gewürdigt ist. Denn selbst die Kenntnis des Schlosses knüpft sich wesentlich an Stülers Namen und das unter seiner Anregung und oberen Leitung herausgegebene Prachtwerk, während dieser Bau, an welchem Stüler zwar einen sehr hervorragenden, aber nicht einmal den überwiegenden Anteil hat, doch immerhin nur das bedeutendste Glied in einer Reihe von stattlichen Bauunternehmungen ist, mit welchen im Verlaufe des letzten halben Jahrhunderts die baulustigen Fürsten des Landes ihre Hauptstadt geschmückt und von einer einfachen Landstadt zu einer Residenz erhoben haben, die sich im richtigen Verhältnisse mit jeder anderen in Deutschland messen kann. Und zwar liegt es wesentlich an der leider auch in anderen deutschen Gauen so sehr zu beklagenden, allzu bescheidenen Zurückhaltung der Architekten, welche diese Bauten ausgeführt haben, an eine Publikation derselben jedoch noch niemals dachten, dass man ihre Namen und ihre Wirksamkeit nur in so engen Grenzen kennt und zu schätzen weiß, während sie an Ernst und Tiefe des künstlerischen Strebens, an Tüchtigkeit und Geschick, wie in den Resultaten ihrer Arbeit den Vergleich mit den Besten ihres Faches und Volkes durchaus nicht zu scheuen brauchen.

Unter der Ungunst äußerlicher Verhältnisse hat sich eine geschlossene Verbindung der Mecklenburgischen Fachgenossen zu einem Vereine nach Art der übrigen deutschen Architekten- und Ingenieur-Vereine noch nicht erzielen lassen oder ist vielleicht noch nicht einmal versucht worden. Dagegen besteht in Schwerin eine Künstlergenossenschaft, an welcher fast alle Architekten beteiligt sind, und hatte diese es übernommen für den Empfang und die Führung der aus Berlin angesagten Gäste in freundlichster Weise Sorge zu tragen. Die unter deutschen Berufsgenossen und vielleicht in erster Reihe unter den unseren bewährte Erfahrung, dass sich die Herzen derselben schon beim ersten Zusammentreffen gar schnell zu finden und sogleich zu empfinden wissen, als seien alle die Glieder einer Familie, machte sich auch hier geltend und erzeugte zwischen Gastfreunden und Gästen, obgleich die ersteren vorwiegend der älteren, diese vorwiegend der jüngeren Generation angehörten, alsbald einen Ton, der die heiterste und angemessenste Reisestimmung verriet.

Nach einem in fröhlicher Geselligkeit verlebten Abend begannen Sonntag den 27. August in früher Morgenstunde die Exkursionen zur Besichtigung der wichtigsten Bauwerke der Stadt, die sich freilich nur auf einen Teil derselben ausdehnen konnte.

Friedrich Paul Großherzog von Mecklenburg 1800-1842Zunächst ward das neue Gymnasium Fridericianum, ein erst vor Kurzem vollendeter Neubau, der nach Entwürfen des Hofbaurats Willebrand durch den Bankondukteur Luckow ausgeführt ist, besichtigt. An einem der Seen, welche das alte Schwerin in malerischer Weise umgürten und die Lage desselben zu einer so außerordentlich anmutigen machen, dem schon fast ganz von städtischer Bebauung umschlossenen Pfaffenteiche belegen, zeigt dasselbe in seinen in roten und gelben Backsteinen und mit roten Terrakotten verblendeten Fassaden die an den alten Teilen des Schlosses so schön vertretenen Formen der deutschen Frührenaissance in ihrer dem Backsteinbau angepassten Verwendung — eine Stilnuance, welche gewiss nicht mit Unrecht als die vorzugsweise landestümliche betrachtet und daher neuerdings mit Vorliebe ausgebildet wird. Sowohl die Gestaltung des Äußeren wie die des Innern, in welchem allein Vestibül und Aula eine höhere künstlerische Ausstattung erhalten haben, wahren eine der Bestimmung des Gebäudes entsprechende ernste Einfachheit. Der Grundriss zeigt in den beiden unteren Geschossen das Motiv eines Mittelkorridors, an dessen Enden die beiden Treppen liegen, während im obersten Stockwerke die Aula die gesamte Tiefe des Mittelbaus einnimmt. Die praktische Einrichtung und Ausstattung der mit Heißwasserheizung und Ventilation versehenen Schullokalien sind würdig, obwohl gegenüber den Ansprüchen, wie sie in den neueren Berliner Schulen gemacht werden, immerhin etwas einfach.

Nur im Vorübergehen wurde hierauf das am entgegengesetzten Ufer des Pfaffenteichs liegende Arsenal, ein vor ca. 30 Jahren von dem Hofbaurat Demmler unter der Spezialleitung von Willebrand und Ruge ausgeführter Putzbau in mächtigen florentinischen Formen, wenigstens äußerlich besichtigt; es ist dieses an Masse unter allen Bauwerken Schwerins dominierende Werk gerade als Putzbau bemerkenswert, weil es bei demselben gelungen ist, mit dem vorzüglichen einheimischen hydraulischen Kalke einen Überzug herzustellen, der in Ansehen und Dauer durchaus steinartig, seit der Erbauung des Hauses noch keine Veranlassung zu irgend welcher Reparatur gegeben hat, — gewiss ein Resultat, das allgemeiner erzielt, einen Teil der gegen den Putzbau erhobenen Vorwürfe beseitigen müsste.

Eingehender und länger war der Besuch, welcher sodann dem hervorragendsten kirchlichen Neubau der Stadt und des Landes, der durch den mecklenburgischen Kirchenbaumeiser Baurat Th. Krüger unter Hilfe der Baukondukteure Daniel und Schlosser erbauten, 1869 vollendeten Paulskirche abgestattet wurde. In seiner Lage, auf einem Hügelrücken im Westen der Stadt, beherrscht das Bauwerk für die Mehrzahl der für die Ansicht desselben sich darbietenden Standpunkte ihre Gesamtphysiognomie. Seinem System nach ist dasselbe als eine dreischiffige gotische Hallenkirche mit etwas erhöhtem Mittelschiff zu bezeichnen, welche die Eigentümlichkeit zeigt, dass hinter dem einfachen Querschiffe noch eine Langhaus-Travee folgt, ehe der einschiffige, aus einem Gewölbefelde und der Abside bestehende Chor sich anschließt. An der Westfassade erhebt sich ein mächtiger Turm; zwei kleinere achteckige Treppentürme, welche den Chor flankieren, bilden den östlichen Abschluss der Seitenschiffe und ein zierlicher Dachreiter krönt die Vierung, so dass die äußere Erscheinung der Kirche, namentlich von der Chorseite, bei welcher der Abhang des Hügels! einen hohen Unterbau nötig gemacht hat, eine höchst malerische ist. Indessen ist es keineswegs dieser malerische Reiz, welcher für den Wert des Bauwerks entscheidet, sondern vor Allem die Anmut seiner Verhältnisse, die künstlerische Durchbildung seiner Formen und die Tüchtigkeit seiner Ausführung. Das Äußere sowohl, das mit seinen roten Verblendsteinen und gelben Terrakotten, den schwarzen und grünen Glasuren zu harmonischer Farbenwirkung zusammengeht, wie das in unverputztem Backsteinbau, mit schönen Glasgemälden des bekannten Schweriner Glasmalers Gillmeister, reichen Holzschnitzereien und schönen Bronzearbeiten ausgestattete Innere geben in letzter Beziehung einen sehr hohen Begriff von der Tüchtigkeit der einheimischen technischen Hilfskräfte, welche in der Reihe der verschiedenen großen Bauausführungen geschult, den mecklenburgischen Architekten zu Gebote stehen. Die Kirche selbst ist unstreitig zu den gelungensten ähnlichen Ausführungen der Neuzeit und zu jenen ziemlich seltenen Bauwerken zu zählen, die bei aller Korrektheit der stilistischen Durchführung doch soviel von dem über dem Zwiespalte der einzelnen Baustile stehenden eigentlich architektonischen Geistes besitzen, dass sie den Vertretern aller Richtungen sympatisch erscheinen. Von der Paulskirche aus begab sich die Gesellschaft nach zwei hervorragenden Militärbauten, welche der frühere Mecklenburgische Militär-Baumeister Ludwig Wachenhusen zu einer Zeit, als die selbstständige Stellung des Staates eine eigenartige architektonische Ausbildung derartiger Gebäude möglich machte, geschaffen hat. Das erste derselben, das durch die Massenhaftigkeit seiner Erscheinung auffallende, in der unfertigen Umgebung eines Zukunfts-Stadtteils liegende Lazarett zeigt eine interessante Kombination eines aus roten Backsteinen ausgeführten architektonischen Gerüstes mit geputzten Wandflächen, die leider durch einen neuerdings ausgeführten geschmacklosen Anstrich in Disharmonie stehen und gar zu unruhig erscheinen, trotzdem aber immerhin erkennen lassen, welche bedeutende Wirkung sich mit diesen verhältnismäßig einfachen Elementen erzielen lässt. Die Artilleriekaserne, aus dunkelroten Backsteinen, zum Teil in Verbindung mit Zementguss-Teilen ausgeführt, ist ein höchst bemerkenswerter Versuch, aus dem komplizierten Detail einer derartigen Aufgabe, die neben dem Kasernement der Mannschaften auch Pferdeställe, ein Reithaus, Geschütz-Remisen, Familienwohnungen etc. umfasst, einen in sich geschlossenen und organisch gegliederten Gruppenbau zu gestalten.

 

Brücke zur Schweriner Schloss-InselDas bedeutendste Interesse und die längste Zeit der Besichtigung nahm freilich das Großherzogliche Schloss für sich in Anspruch, welches nach kurzem Aufenthalte in den schönen Anlagen des Schlossgartens als nächstes Ziel besucht wurde. War die Erwartung aller derer, welche dasselbe bisher nur seinem Rufe nach kannten, aufs Höchste gespannt, so wird es doch wohl kaum zu viel gesagt sein, dass dieselbe wohl in jeder Beziehung noch übertroffen wurde. Die Lage des Baues auf der zu einem wundervollen Garten umgestalteten Burginsel, die harmonische Vereinigung der alten kunsthistorisch so hoch interessanten Bauteile mit den Neubauten, der Reichtum, die Majestät und der malerische Reiz des äußeren Aufbaues, wie die Pracht der inneren dekorativen Ausstattung sind eben so einzig in ihrer Art und so überwältigend, dass selbst eine so ausführliche und mit allen Mitteln der Darstellung ausgestattete Publikation, wie sie über diesen Bau veranstaltet wurde, noch lange nicht genügt, um den Eindruck der Wirklichkeit auch nur annähernd wiederzugeben.

Auf eine nähere Beschreibung des Schweriner Schlosses wagt der Verfasser daher auch an dieser Stelle nicht einzugehen, glaubt eine Würdigung desselben vielmehr einer selbstständigen auf nicht so enge Grenzen angewiesenen Besprechung vorbehalten zu müssen. Die Besichtigung desselben begann mit dem Burggarten und den in unmittelbarem Zusammenhange mit diesem stehenden Grotten- und Hallen-Anlagen, erstreckte sich sodann auf die Fassaden und das Innere und schloss mit einem Umgänge längs der Dachsäume; sie erfolgte unter Führung der beiden Mecklenburgischen Architekten, welchen das nächste Verdienst an dem Baue zusteht, der Hofbauräte Willebrand und Demmler. Mit Rücksicht auf die bereits oben angedeutete Tatsache, dass aus einer oberflächlichen und missverständlichen Auflassung des Titels des bekannten, auf Veranlassung des Großherzogs von Stüler, Prosch und Willebrand herausgegebenen Werkes in ziemlich weiten Kreisen die Meinung verbreitet ist, die Autorschaft des Schlossbaues gebühre vorzugsweise Stüler, ist es vielleicht nicht überflüssig, bei dieser Gelegenheit ausdrücklich auf das im Texte jenes Werkes mit objektiver Treue dargestellte wirkliche Sachverhältnis aufmerksam zu machen. Als der eigentliche Erbauer des Schweriner Schlosses ist demnach im Wesentlichen Demmler zu betrachten, der den Plan (als Sieger in einer engeren Konkurrenz mit Semper) entworfen und die namentlich in Betreff des Baubetriebes höchst interessante Ausführung bis zur Vollendung des Rohbaues, von 1844 bis 1851 leitete. Als er in diesem Jahre in unlöslichem Widerspruche zwischen seiner politischen und amtlichen Stellung aus letzterer scheiden musste, übernahm Stüler die obere Leitung des Baues, an welchem einige Änderungen im Äußeren und (mit Ausnahme einiger Arbeiten von Strack) die detaillierte Ausbildung der inneren Dekoration sein Werk sind. Von Zwirner rührt der Chorbau der Kapelle her; H. Willebrand hat als Assistent Demmlers und später als Vertreter Stülers von Anfang bis zum Schluss tätigen und wesentlichen Anteil an der Bauausführung gehabt; neben ihm sind die Mecklenburgischen Architekten Behnke, Willebrand jun., Daniel und Luckow an demselben beschäftigt gewesen.

Schweriner Schloss (Rückseite)Nächst dem Schlosse wurde noch das demselben gegenüberliegende Kollegien-Gebäude, ein höchst stattliches, durchaus im Sinne der hellenischen Bauten Schinkels konzipiertes Bauwerk besichtigt, das im Jahre 1824 unter dem Oberbaurat Wünsch von Demmler erbaut ist und die Reihe der neueren Monumentalbauten Schwerins eröffnet hat; nachdem dasselbe im Jahre 1865 gänzlich ausgebrannt war, ist es unter Oberbaurat Richter und Hofbaurat Willebrand durch den Baukondukteur Luckow einem völlig neuen Ausbau unterworfen worden, bei dem in höchst opulenter Weise lediglich massive und feuersichere Konstruktionen zur Anwendung gekommen sind. Ein Besuch der neben den bereits erwähnten Bauten einer besonderen Erwähnung werten Werke, des Theaters und Marstalls, die gleichfalls der seinerzeit durch eine Fülle der interessantesten Aufträge begünstigte Demmler erbaut hat, ließ sich mit dem Programme leider nicht mehr vereinigen.

Nach einem gemeinschaftlichen Mittagessen, bei dem die in so erfreulicher Weise angebahnten intimen Beziehungen zwischen den Schweriner und Berliner Fachgenossen in einer Reihe von Trinksprüchen herzlichen Ausdruck gewannen, wurde allein noch das wichtigste der alten Monumentalbauwerke der Stadt, der aus dem 14ten Jahrhundert stammende, in den großartigsten Verhältnissen erbaute Dom besichtigt, der in neuerer Zeit durch Baurat Th. Krüger eine gute Restauration des Innern erfahren hat, im Äußeren aber freilich des dominierenden Turmschmuckes noch immer entbehrt; der Gesellschaft wurde dabei der Genuss, das neue von Ladegast in Weissenfels erbaute Orgelwerk, angeblich eines der größten und vollkommensten, die Deutschland gegenwärtig besitzen soll, spielen zu hören.

Der Rest des Tages wurde einem Ausflüge in die Umgegend der Stadt gewidmet. Ein Dampfer trug die fröhliche Gesellschaft über die Wellen des großen Schweriner Sees zunächst nach Steinfeld, einem Mustergute des Großherzogs, dessen liebliche Lage ebenso anziehend ist, wie die vom Hofbaurat H. Willebrand in malerischer Ziegel-Architektur erbauten Wirtschafts- und Arbeiterhäuser den Architekten interessieren mussten. Von da wurde das Wirtshaus zur Fähre besucht, wo eine gemeinsame Abendtafel noch einmal die Fachgenossen vereinte. Die Rückfahrt erfolgte unter Feuerwerk und Vollmondschein, welcher letztere namentlich bei der Landung in Schwerin die Silhouette des Schlossbaues noch einmal in der märchenhaften Pracht einer Operndekoration erscheinen ließ. Erst spät trennten sich demnächst die in kleineren Gruppen vereinten Fachgenossen, unmutig des schnellen Abschiedes, jedoch in froher Hoffnung späteren Wiedersehens, für welches ein Gegenbesuch der Schweriner in Berlin erbeten und versprochen wurde. [Fortsetzung folgt]

Aus: Deutsche Bauzeitung. Wochenblatt herausgegeben von Mitgliedern des Architekten-Vereins zu Berlin. Redakteur K. E. O. Fritsch. Berlin, den 7. September 1871

 

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