Volks-Zeitung 1854
Mecklenburg: Den auch in weiteren Kreisen bekannten Gutsbesitzer Johann Pogge auf Roggow bei Güstrow hat ein trauriges Geschick ereilt. Vor Weihnachten hatte er das Unglück, dass bei der Inbewegungsetzung einer landwirtschaftlichen Maschine ihm das vordere Gelenk eines Fingers heftig zerquetscht wurde. Ohne die Wunde hinlänglich ausbluten zu lassen, legte er einen Verband von Schießbaumwolle darauf.
Nach wenigen Tagen stellte sich der Kinnbackenkampf ein, der bei Verwundungen nichts Seltenes ist, und dieser ging zuletzt in einen allgemeinen Starrkrampf über, der seinen Tod verursachte. Herr Pogge war einer der mutigsten Vorkämpfer für die Rechte der bürgerlichen Gutsbesitzer Mecklenburgs auf den vormärzlichen mecklenburgischen Landtagen, war unermüdlich im öffentlichen Interesse und dabei von edler uneigennütziger Gesinnung, Er war auch ein Mitglied des Frankfurter Vorparlaments.
Volks-Zeitung, Organ für Jedermann aus dem Volke. Berlin, 28. Januar 1854
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