Agronomische Zeitung 1854
Am 11. Januar d. J. vollendete der Gutsbesitzer J. Pogge auf
Roggow in Mecklenburg-Schwerin sein tätiges Leben. Gewiss wird diese
Trauernachricht in den weiten Kreisen seiner Bekanntschaft schmerzlich
empfunden werden.
Was Pogge durch Wort, Schrift und Tat für die Landwirtschaft
überhaupt, und was er insbesondere für die Förderung derselben in seinem
engeren Vaterlande gewirkt hat, darüber wird hoffentlich eine kundige Feder für
Mit- und Nachwelt ein Spiegelbild darstellen. Pogge schlug unter den ersten mit
die Brücke, auf welcher bewährte Viehrassen aller Art und die neuesten
landwirtschaftlichen Maschinen der Engländer dem Kontinent zugeführt wurden.
Dabei war der Verstorbene ein Mann von seltener Ausdauer, Tätigkeit und
Herzensgüte; Kopf, Herz und Hand waren Rat und Hilfe Suchenden stets offen.
Sein Andenken wird ebenso in Segen bleiben, wie das des verstorbenen Vaters,
des Domainenrats Pogge auf Roggow und des verstorbenen Bruders Fr. Pogge auf
Zierstorff. Seine wackeren Söhne werden sorgen, dass auch die dritte Generation
der Pogge in der Geschichte der Landwirtschaft bleibend genannt wird.
Aus: Dr. Wilhelm Hamms Agronomische Zeitung. No. 6. Leipzig,
den 5. Februar 1854. IX. Jahrgang |