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Weil der als Gründer der Rosenheimer Schülerunion so viele Fans hatte, dass er König der Weißbier-Rülpser wurde. Oder war’s umgekehrt: erst bester Rülpser, dann SU-Chef? Alles längst Mythos. Nachher ist der Edi in Wolfratshausen als bayerischer Löwe losgesprungen und in Berlin nicht einmal als Angies Bettvorleger gelandet, weil er dringend in Brüssel als Aktenfre, äh, Bürokratievertilger gebraucht wird. Aber das ist eine andere Sackgasse.

 

Entweder man vergisst eine Fußnote, dann steht was irgendwo Hergeholtes inkognito im Text. Oder man klaut und frisiert das geklaute Moped, den gemopsten Leitartikel, und zwar so krass, dass sie einen nicht erwischen.

Nach der Aristotelischen Logik, wie sie in unsere Gymnasiasten-Hirne geträufelt wurde, ist immer nur eins von beiden in Bezug auf ein Stück Text möglich, meint der Erkan. Karl Theodor, der ans Ignaz-Günther kam, als der Grantlhuber mit seinem Abi über alle Berge war, hat Zitate frisiert – und gar nicht schlecht – das kann jeder nachlesen. Dass er nur ein paar Fußnoten vergessen hat, sagt Guttenberg. Beides kann nicht wahr sein, sagt Aristoteles. Wie sich der Minister für Selbstverteidigung an den eigenen Haaren aus dieser Scheiße ziehen will? Gar nicht, auch nicht mit viel Gel und Charme, mit Familientradition erst recht nicht, sagt Erkans historisches Gedächtnis.
Wie Großvater Karl Theodor der Ältere noch Parlamentarischer Staatssekretär in Kurt Georg Kiesingers Kanzleramt war, war der Reinhard Gehlen Bundesnachrichtendienst-Chef in Pullach bei München. Der hat Dossiers über unsichere Genossen wie Egon Bahr angelegt. Weil sowas auch 1969 schon illegal war, musste Guttenberg der Ältere die heißen Mappen noch bevor Bahr und Brandt ans Ruder kamen, einem guten Zweck zuführen: nämlich den Sammlungen des CSU-Organs Bayern-Kurier. Dessen Schreiber strickten daraus streng fußnotenfreie Artikel – wie später der SPIEGEL aufdeckte.
Wo jetzt der Gaddafi Märtyrer werden will, fragt sich der Grantlhuber: heißt Märtyrer nicht Blutzeuge? Zeuge für was: dafür, dass er Libyen bluten lässt? Dem Grantlhuber läufts kalt den Buckel nunter. Zum Ausgleich stellt er sich vor, wie der Heavy-Metal-Fan Guttenberg beim Abschieds-Zapfenstreich im Bendler-Block die schöne Zeile von Hellhammer mitrockt: Nihil verum nisi mors: Es gibt nichts Wahres außer dem Tod. Der Angela rinnt übers Bäckchen die Träne – und Tränen lügen nicht. Bis Erkans Tagtraum wahr wird, rinnt noch viel Wasser den Inn hinunter. Karl Theodor der Jüngere ist nach den Maßstäben von 2011 durchs Stahlbad gegangen. Deshalb wird er Bundeskanzler, wenn auch erst später – tröstet sich einer, der beschlossen hat, nun seine Dissertation anzupacken und dabei nicht mehr als 230 Seiten und 500 Fußnoten zu fabrizieren, dafür 50 Prozent plus X eigene Forschung und Erkenntnis.

Einen Doktorvater, der das aushält, sucht er noch,
der Erkan Grantlhuber

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