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Günther Kernhoff |
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Wismar – meine zweite Heimat
Nach Wismar kam ich im Jahre 1976 – und bin hier auch hängen geblieben.
Nachdem, nun schon 40-jährig, mein Ingenieurstudium endlich abgeschlossen hatte, bekam ich in Wismar eine Anstellung als Hauptbuchhalter im damaligen VEB-Dienstleistungsbetrieb, welche ich auch bis zur so genannten Wende innehatte.
Nach zwei gescheiterten Ehen und Aufenthalten an allen möglichen und unmöglichen Orten verspürte ich den dringenden Wunsch, doch noch einmal eine Familie zu gründen und endlich sesshaft zu werden.
So heiratete ich kurz entschlossen Renate. Offensichtlich war es eine Fügung des Schicksals, oder einer anderen höheren Macht, denn nun sind wir schon 33 Jahre ein Ehepaar.
Anfangs konnte ich mich gar nicht so recht an Wismar gewöhnen; ich stellte immer wieder Vergleiche mit meiner Heimatstadt Memel an.
Es gibt viele Gemeinsamkeiten beider Orte; so auch der Hafen mit seinen ureigenen Gerüchen, am Kai liegenden Schiffen und Krananlagen.
Auch das nördliche Umfeld bis hin zur Insel Poel erinnert mich stark an Memel.
Die Landschaft der Kurischen Nehrung ist einmalig, aber auch die Mecklenburger Ostsee-Küste ist abwechslungsreich und hat viel schöne Stellen.
Ich nehme das mit zunehmendem Alter immer bewusster wahr.
Nach der Wende wurde auch dem historischen Wismarer Stadtkern mehr Aufmerksamkeit geschenkt, und die wunderschönen Scheingiebelhäuser erstrahlen im neuen Glanz.
Man muss die Stadt einfach lieb gewinnen – sie ist inzwischen meine echte zweite Heimat geworden.
Publikationen von Günther Kernhoff:
Endstation Stadtpark
ISBN: 978-3-940206-34-3
290 Seiten
Edition Godewind Verlag
Preis: 14,95 Euro
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