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Rezension aus: Blätter für literarische Unterhaltung.
Jahrgang 1862. Erster Band
Die Schilderungen, „Mecklenburg, ein niederdeutsches Landes-
und Volksbild“ (Nr. 9) von L. Fromm, sind zuerst, wie wir aus der Vorrede
ersehen, in der „Mecklenburgischen Zeitung“ veröffentlicht worden und bilden
nunmehr in den einzelnen Abschnitten: „Das Land und die Leute“, „Des Volkes Art
und die Grundzüge seines Charakters“, „Bauwerke, Volkstracht, Volksleben und
Sprachliches“, ein Ganzes in wenig veränderter Gestalt. |
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Nachtigall - Königin der Nacht
Der edelste aller Singvögel, die Nachtigall, ist leider dem
Schicksal, gefangen zu werden, am leichtesten ausgesetzt, weil sie arglos und
neugierig ist, und weil ihr Gesang auf alle gefühlvollen Seelen einen eigenen
Zauber ausübt.
Die Verfasserin erhielt vor mehren Jahren im Oktober eine
solche zum Geschenk, welche schon langer im Käfig gewesen zu sein schien. |
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Bekanntlich nennt man in den
Vereinigten Staaten von Nordamerika die rohe Volksjustiz das Lynchgesetz oder
die Lynchjustiz, aber der Ursprung dieser Benennung ist nur Wenigen bekannt.
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Chinesische Kaufleute und Fabrikanten in Paris 1855
Französische Industrieausstellung zu Paris im Jahre 1855Der unaufhaltsam fortschreitenden Kultur vermag auf die
Dauer kein Land der Erde zu widerstehen. Der Handel und die Industrie werfen
alte Schranken nieder, mögen dieselben nun in wirklichen Mauern bestehen oder
in Form von strengen Gesetzen, die den Verkehr mit Fremden untersagen, ein
Reich gegen äußere Einflüsse abgrenzen. Was das Schwert, was der Krieg nicht zu
leisten fähig ist, das bringt die langsam aber emsige und nachhaltige Macht der
Gewerbtätigkeit oder, wenn man will, der Gewinnsucht zu Wege. |
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Fischerhütten in Koserow auf Usedom
Der Winter hat nicht allein seine Leiden, er hat auch seine
Freuden. Dies empfand ich so recht, als ich im bequemen Strohschlitten,
bespannt mit zwei nur kleinen, aber desto rascheren und ausdauernderen acht
litauischen Zuchtpferden in schnellem Trabe aus der mit Schnee bedeckten
Eisfläche des Oderstroms dahin fuhr. Es war eine prächtige Fahrt bei klarer
kalter Lust, die Körper und Seele neu belebte, bei guter Bahn, heiterer
Gesellschaft und raschem Gespann, und wohl konnte man hier die Reize des
Sommers auf Stunden vergessen. |
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Geschrieben von: Carola Herbst
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Worüber Seefahrer singen
Wann der christlichen Seefahrt die Romantik abhanden gekommen ist, lässt sich nicht an einem Datum festmachen, dennoch haben sich die Seemannslieder aus der Zeit der Windjammer erhalten. Schmettert ein vielstimmiger Chor die eingängigen Arbeitslieder, sorgt das nach wie vor für Gänsehaut. Sänger wie Zuhörer fühlen die Faszination aus Text und Melodie, die Generationen von Seefahrern vergessen ließen, welch schweres Stück Arbeit sich bei der Wiederholung des Refrains „roll the cotton down“ bewerkstelligen ließ. Bei jedem „roll“ und jedem „down“ holten allemann durch, was Gelenke, Sehnen und Muskeln hergaben, da vergaß der Jaanmaat seine Sorgen, auch mal Hunger, Durst und Gefahr. Und schaut man im März 2012 auf die deutschen Charts möchte man sich die Augen reiben: Er hat nichts eingebüßt - der Zauber der Shanties. |
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Boltenhagen - Seebrücke Winter 2011. Foto: Jana
Wir stehen am Anfang der Badesaison 2012, da sollten einige
Nachrichten über den Verlauf einer vergangenen nicht unwillkommen sein, wenn
sie auch wie nachfolgend aus dem Jahre 1852 stammen. [Redaktiom 2012.]Doberan — Warnemünde — Rostock — Boltenhagen — Das Fischland
— Rerik |
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Usedom - Koserow - Foto: Jana
Eine Woche auf der Insel Usedom (von einem Süddeutschen).
Dass ich Usedom aufgesucht habe, hatte einen rein
persönlichen Grund. Ich hatte einen dort wohnenden Freund nach Berlin bestellt.
Da derselbe diese Reise nicht unternehmen konnte, habe ich mich entschlossen,
ihn in seiner Heimat aufzusuchen. [Das die Entscheidung des, leider anonym gebliebenen, Autors
richtig war, beweisen nachfolgende Zeilen aus dem Jahr 1864 und das Usedom seit
dem nichts von seinen Reizen verloren hat die Fotos aus 2011.] |
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Prutz, Robert Eduard (1816-1872) deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Publizist
Fehlt es uns in Mecklenburg an kultureller Sensibilität? setzen wir voraus, dass geltende Prinzipien überall auf der Welt, ohne jegliche Abänderung, einzig gültig und wirksam übernommen werden? Dreht sich nicht die gesamte Globalisierungsdiskussion eigentlich um die Frage von Partikularismus und Universalismus, um die Suche nach dem einzig Wahren. |
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Schweriner Synagoge
Als nach 70 Jahren der Zerstörung die neue Schweriner
Synagoge an historischem Ort neu entstand und im Jahr 2009 der Jüdischen
Gemeinde übergeben wurde, bedankte sich der Landesrabbiner William Wolf mit den
Worten: „Sie haben uns ein wunderbares, neues Gebäude geschenkt.“Etwa 1.000 Gemeindemitglieder entfachen in Schwerin ein reges
jüdisches Leben. Ein fester Bestandteil unserer heutigen freien und demokratischen Kultur. Alle
Konfessionen und Nationen gleichberechtigt neben- und miteinander. Das war nicht immer so,
welch schweren Stand die Juden im Mecklenburg des 19. Jahrhunderts hatten
vermittelt der nachstehende Beitrag aus dem Jahre 1866. |
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